Futter

Futter herstellen Laub Brennnesseln

Das Staubfutter:
Hierzu habe ich im Sommer/Herbst Brennessel gesammelt und getrocknet. Diese werden dann ganz fein gemahlen. Dazu gebe ich noch zerstoßene Spirulina Tabs und Bio Paprika Edelsüß Pulver. Dann kommt das ganze nochmal in einen Zerkleinerer/Mixer und ab in eine Plastikbox, fertig. Dieses Staubfutter nutze ich immer wenn ich frisch geschlüpfte Garnelen im Becken entdecke.



Frische Brennnessel:
Einfach pflücken ( nicht am Straßenrand!) und kurz überbrühen, das tötet nicht nur evtl anhaftende Schädlinge, sondern macht die Brennnessel auch leichter verwertbar. Dann einfach rein ins Becken. Absoluter Favorit von meinen kleinen. Solange eine Brennnessel im Becken ist füttere ich sonst nichts. Ausnahme: Ich habe ganz frische Babygarnelen, dann gebe ich zusätzlich etwas Staubfutter zu.



 

Laub:
Eine Wanderung im Herbst kann man super dazu nutzen Laub für die kleinen zu sammeln.
Eine schöne Erklärung findet man hier: www.garnelenwelten.com. Ich habe verschiedenes an Laub im Becken, aber immer 1 Seemandelbaumblatt, das dient nicht nur als Nahrung sondern wirkt darüber hinaus auch mild desinfizierend. Seemandelbaumblätter und weitere Naturprodukte findet Ihr in meinem Onlineshop

 

Brennnesselchips:
Frische Brennnesselblätter zerhäckseln und mit etwas Bio Paprika edelsüß und zerstoßenen Spirulina Tabs (je ca 10% der Gesamtmasse) zu einem Brei verrühren. Dann dünn auf einem Blech mit Backpapier streichen. Die Masse mit einem Pizzaschneider in passende Ecken teilen. Nun trocken lassen. Die adulten Garnelen fahren total darauf ab, jedoch ist mir der Aufwand zu groß und mit dem Staubfutter decke ich auch die Fütterung der noch jungen Garnelen ab.

So ein Brennnesselchip wird nicht losgelassen


Spirulina Tabs:
Wenn ich meinen Besatz prüfen möchte Füttere ich 2 Tage nicht und gebe dann ein Spirulina Tab an einen freien vorderen Bereich ins Wasser. Nach ca 1 Std sind fast alle Garnelen bei dem Tab. Spirulina ist der Eiweißlieferant für Garnelen. Durch das hochwertige pflanzliche Protein können die Garnelen gesund wachsen und vermeiden so Probleme bei der Häutung.

 


Gemüsesticks:
Einfach praktisch und immer verügbar, mit gepresste Gemüsesticks kann ich meine Garnelen immer abwechslungsreich füttern. Ich füttere 3 Varianten: Brennnessel, Paprika und Spinat. Je nach Besatz 1/2 - 2 Sticks. Wichtig ist auf die Qualität der Sticks zu achten, Sticks mit minderwertigen Zutaten können im schlimmsten Fall tödlich für Garnelen werden. Außerdem enthalten billige Sticks oft einen hohen Strohanteil der von den Garnelen nicht gefressen wird und so auf dem Bodengrund liegen bleibt. Nach einer langen Suche habe ich einen Lieferanten gefunden der mir Sticks in Spitzenqualität liefern kann.
 



Artemia (Frostfutter):
alle 1-2 Wochen füttere ich Artemia. Diese kleinen Krebstierchen bieten viele Proteine und Chitin für eine erfolgreiche Häutung. Die Artemia kaufe ich gefroren. Vor dem füttern löse ich sie in warmen Wasser auf. Auch lebende Artemia können verfüttert werde, allerdings kommen die Garnelen nur schwer an die Tiere und es werde bestimmt nicht alle Garnelen etwas abbekommen. Ich rate davon ab und nehme die gefrorene Variante.



Futtermenge:
Bei der Fütterung ist weniger oft mehr. Der besorgte Aquarianer möchte natürlich das beste für seine Tiere und füttert dadurch oft zu viel, schließlich essen wir ja auch jeden Tag (oft zu viel ;) ). Die Sorge das Garnelen verhungern könnten ist oft groß, dabei finden unsere Garnelen eigentlich immer etwas essbares im Becken, ob das nun Partikel im Filter und Bodengrund oder Algen an Gegenständen und der Scheibe sind. Auch auf dem Laub sammelt sich einiges an Kleinstlebenwesen die Garnelen gerne zu sich nehmen. 

Zu häufiges Füttern kann auf Dauer zu Problemen im Becken führen. Alles organische was wir ins Becken geben muss auch verwertet werden. Überschüssige Futter bleibt im Bodengrund liegen und belastet das Wasser. Das Immunsystem der Garnelen wird geschwächt und es kommt zu gelegentlichen Ausfällen. Spätestens jetzt sollte der Bodengrund auf Ablagerungen geprüft werden und ein großzügiger Wasserwechsel, evtl mit Mulmsauger durchgeführt werden.


Fütterungspause:
Wir sind letztens 5 Tage weggefahren und habe in der Zeit nicht füttern lassen. Das einzige was permanent im Becken ist war ein Seemandelbaumblatt. In der Zeit waren keine ganz jungen Babygarnelen im Becken. Ich hatte etwas bedenken so lange nicht zu füttern aber als ich nach Hause kam gab es eine positive Überraschung: mindestens 3 tragende Yellow Fire Weibchen, davon 2 meiner ersten Nachzucht. Im Tiger/Rili Becken findet einen Tag nach Ankunft heftiges Paarungsschwimmen statt. Dazu sind die Becken schön sauber. Das werde ich nun öfter machen.


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